
Fokus Ausbildung
Das Spektrum an Chancen in den Biowissenschaften ist vielfältig und ein Studium ist nicht zwangsläufig Voraussetzung für eine berufliche Karriere in diesem spannenden Zukunftsfeld. Es gibt verschiedene Ausbildungsberufe mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Ausrichtungen. Alle haben aber eines gemeinsam: Ob als Biologielaborantin oder als Biologisch-Technische Assistentin – in diesen
spannenden Berufen arbeitest du eng mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Ingenieurinnen und Ingenieuren zusammen. Du kannst täglich einen Beitrag dazu leisten, neue Erkenntnisse in den Bereichen Biotechnologie, Kosmetik, Lebensmitteltechnik, Medizin, Pharmazie und Umwelttechnik zu gewinnen. Na, interessiert?
Biologielaborantin — mit Blick fürs Detail
Ganz klar: Wenn du dich für eine Ausbildung als Biologielaborantin interessierst, darfst du vieles sein: neugierig, naturwissenschaftlich interessiert, geduldig und ausdauernd, verantwortungsvoll und umsichtig im Umgang mit teuren Apparaturen und deiner Arbeit an „natürlichen” Objekten. Eines solltest du aber besser nicht sein: zimperlich. Denn als Biologielaborantin sind Viren und Parasiten, Bakterien und Zellen dein Metier. Das heißt, du untersuchst Eiweiße, Blut, Gewebeproben und überprüfst deren biochemische Reaktionen. Die Ausbildungszeit beträgt bis zu dreieinhalb Jahre und wird in einem Betrieb absolviert. Und danach? Dann hast du die Wahl und bist für viele Bereiche startklar. Du kannst in der Kosmetikbranche an der Herstellung der perfekten Antifaltencreme mitwirken, im Pharmabereich helfen, neue Medikamente zu entwickeln, oder dich im Umweltschutz engagieren.
Biologisch-Technische Assistentin — Lebendigkeit zählt
Konzentration und Genauigkeit – das sind die wichtigsten Voraussetzungen, die du für diesen spannenden Job im Gepäck haben solltest. Denn die meisten Arbeitsprozesse haben mit Messen und Beobachten zu tun. Als BTA befasst du dich mit allem, was lebt, vor allem mit biochemischen Prozessen in den Bereichen Zoologie, Botanik, Ökologie bis hin zur Medizin. Du entnimmst Proben aus dem Boden, der Luft und dem Wasser, führst Versuche mit Tieren, Pflanzen, Zellkulturen oder Mikroorganismen durch, züchtest und pflegst Pflanzen und Tiere. Deine bis zu drei Jahre dauernde Ausbildung absolvierst du in spezialisierten Schulen mit begleitenden Praktika in Laboren. Im Anschluss daran stehen dir viele Türen offen: Du kannst beispielsweise Lebensmittel auf Salmonellen untersuchen oder die Badequalität der Seen deiner Umgebung testen. Du kannst ebenso Cremes auf ihre Hautverträglichkeit prüfen oder dich in einem kriminalistischen Labor auf die Suche nach DNA-Spuren machen.
Biotechnikerin - clever
weiterbilden
Hast du eine Ausbildung zur Biologielaborantin oder BTA abgeschlossen und Lust auf mehr, dann kannst du dich beispielsweise zur Biotechnikerin weiterqualifizieren. Die berufliche Weiterbildung dauert an einer Spezialschule zwei Jahre in Vollzeit oder vier Jahre berufsbegleitend. In dieser Zeit lernst du, Aufgaben in der Erforschung, Entwicklung und Anwendung biologischer Techniken und Verfahren zu übernehmen. Als ausgebildete Biotechnikerin stehen dir in der Verfahrens- und Umwelttechnik sowie in der Qualitätskontrolle viele Möglichkeiten offen. Du arbeitest in Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie, in Laboren für Umweltanalytik, bei Nahrungsmittelherstellern oder in der Abfall- und Abwasserwirtschaft.
Klick dich schlau:
Gezielte BTA-Informationen findest du beim Verband Biologisch-Technischer Assistenten e.V. www.vbta.de und beim Arbeitskreis BTA des VBIO www.ak-bta.de. Alle weiteren Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten im Biobereich findest du unter: www.aubi-plus.de; www.jumpforward.de; www.ausbildungplus.de