
Schwerpunkt Festkörperphysik
Nutzung von Materialeigenschaften
Wissen, was dahintersteckt!
Forschungsgegenstand der Festkörperphysik sind feste Stoffe, wie zum Beispiel Metalle, Keramiken und Kristalle organischer Moleküle. Diese verfügen über elektrische, mechanische oder magnetische Materialeigenschaften, die Grundlage für wichtige Vorgänge in der Energietechnik und der Halbleitertechnik sind. Die elektrischen Leitfähigkeitseigenschaften dieser Materialien machen beispielsweise Supraleiter, Solarzellen, Batterien und andere leistungsfähige Energiespeicher erst möglich.
Frau Gröger, warum haben Sie ausgerechnet Physik studiert und wer hat Sie bei Ihrer Entscheidung unterstützt?
Für Physik habe ich mich aus zwei Gründen entschieden: Zum einen haben mich logische Zusammenhänge und das Verstehen, wie Dinge im Kleinen und Großen funktionieren, schon immer sehr fasziniert. Ausschlaggebend war zum anderen auch ein Stück weit Trotz, weil ich mich schon immer über die Mädchen ärgerte, die behaupteten: „Physik kann ich sowieso nicht.” Unterstützt wurde ich vor allem von meinen Eltern und einer Freundin, die bereits studierte und mit der ich mich austauschen konnte. Interessant war dagegen ein Besuch beim Arbeitsamt, wo mir sehr abgeraten wurde, Physik auf Diplom zu studieren, da ich angeblich als Frau keine Aussicht hätte, eine Stelle zu bekommen. Der Berater hat sehr auf Lehramt gedrängt. Es hat mich kurzzeitig verunsichert, ich bin aber bei meinem Entschluss geblieben, was ich auch nie bereut habe.
Sie arbeiten bei der Robert Bosch GmbH. Was machen Sie dort genau?
Ich bin Innovationsmanagerin im Bereich Elektro- und Hybridfahrzeuge. Das heißt, ich bin für die neuen, innovativen Ideen in diesem Bereich zuständig. Ganz wichtig ist mir dabei der Informationsaustausch zwischen den einzelnen Abteilungen, durch den häufig ganz neue und spannende Ideen entwickelt werden. Ich trage die Ideen zusammen, bewerte sie und mache mir über eine mögliche Umsetzung Gedanken. Außerdem bin ich in die Strategiebildung des Unternehmens einbezogen. Dies alles bietet einen großen Überblick und auch Gestaltungsfreiraum, den ich an meiner Arbeit sehr schätze. Fortsetzung des Interviews auf Seite 47